Neben der Isolation in Köln machen es Böll vor allem seine Themen (der Krieg mit all seinen Begleiterscheinungen) schwer, sich in der Szene zu etablieren. Ein erster Erfolg ist 1949 die Annahme seines Romans "Der Zug war pünktlich" im Friedrich Middelhauve Verlag. Der Lektor Paul Schaaf hält einen literarischen Erfolg für möglich, einen Verkaufserfolg jedoch für völlig ausgeschlossen. Böll macht sich dazu seine ganz eigenen Gedanken und schreibt an seinen Freund Kunz: "Ich weiß zwar, dass das Thema Krieg nicht gesucht und nicht beliebt ist, aber ich kann nichts daran ändern, und leider bin ich wirklich nicht – so glaube ich – dazu ausersehen, mich der allgemeinen Pralinenproduktion einzugliedern." ([1], S. 166) Noch bis ins Jahr 1952 wird Böll immer wieder von Redakteuren, Verlegern und Lektoren ermahnt, sich einer anderen Thematik zuzuwenden, da das Publikum nicht fortwährend an diese Vergangenheit erinnert werden möchte.
Der Nordwestdeutsche Rundfunk ist zu dieser Zeit das einzige nennenswerte Medium, in dem ein junger Autor Geld verdienen und durch das er über Köln hinaus bekannt werden kann (aus [1]). 1948 schickt Böll erstmals Kurzgeschichten an einen Redakteur. Es erfolgt weder eine Zu- noch eine Absage, so dass Böll ein halbes Jahr später schließlich seine eingeschickten Texte zurückfordert. Erste Erfolge im Rundfunk erzielt er über Veröffentlichungen im Radio Frankfurt, Radio Stuttgart und dem Hessischen Rundfunk. Vom Kölner Sender wird erst 1950 die Erzählung "Über die Brücke" ausgestrahlt. Ab 1952/53 ist Böll im deutschen Rundfunk sehr präsent: Erzählungen, Kurzgeschichten, Glossen, Betrachtungen, Hörspiele und zahlreiche Autorenporträts werden gesendet. Die Erzählungen und Glossen (teilweise Auftragsproduktionen) sind nach Bölls Bewertung "Pralinenproduktionen". Sein eigentliches Thema (Krieg) ist noch immer nichts für den Rundfunk. Auch ein anderes Thema, das ab Mitte der 50er Jahre für Böll immer wichtiger wird, nämlich die Kritik an der katholischen Kirche, wird vom Nordwestdeutschen Rundfunk sehr vorsichtig behandelt.
Mit der Zeit entwickelt sich in Köln ein gewisses kulturelles Leben. Der Kölner Buchhändler Gerhard Ludwig veranstaltet seit Dezember 1950 die "Kölner Mittwochsgespräche". 1952 lädt er Böll erstmals ein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Warum Trümmerliteratur?". Dieses 90. Kölner Mittwochsgespräch findet ein sehr nachhaltiges Echo in der deutschen Presse (aus [1]), und die Kernaussagen werden von vielen Rundfunkanstalten gesendet und von zahlreichen Zeitungen abgedruckt.