Was ist für Kölner so besonders und einmalig an ihrer Stadt? Sieben Kölner verraten im Interview ihre Lieblingsplätze und beschreiben, wohin sie auswärtige Gäste führen. Jeder von ihnen entwirft ein ganz eigenes Bild von Köln.
Meine Fremdenführung würde ich in Deutz beginnen, am besten in der Köln-Arena, weil es ein schönes Bauwerk in Köln ist. Von Deutz würde ich auf die Hohenzollernbrücke gehen, weil man von dort aus den besten Blick auf den hinteren Teil des Doms hat, der eigentlich eher nicht so bekannt ist. Denn eigentlich kennt man nur die zwei großen Türme mit den Kreuzblumen oben drauf.
Dann würde ich in den Dom reingehen und die 506 Stufen hinauf steigen. Bei entsprechendem Wetter hat man vom Dom den besten Blick auf Köln. Es ist sehr lustig, wenn man die ganzen Menschen sieht. Vor allen Dingen, wenn die Stadt voll ist. Wenn möglich, würde ich noch die Schatzkammer ansehen, weil man so viel Gold auf einmal noch nie gesehen hat. Dann würde ich am Römisch-Germanischen Museum am Mosaik vorbei. Das Mosaik des römisch-germanischen Museums ist eines der „inoffiziellen“ Wahrzeichen Kölns. Es zeigt den Gott des Dionysos beim Fest. Die Besonderheit des Mosaiks zeigt sich in den Ereignissen um seinen Fund. Einige Risse sind durch die Bombeneinschläge entstanden, das Mosaik ist aber größtenteils intakt.
Von dort aus gehe ich auf die Rheinpromenade und mache einen langen Spaziergang. Dann sieht man auch noch den Rest von Köln, wie Deutz und die anderen Stadtteile. Dann würde ich am Rhein entlang Richtung Zoo gehen und die Seilbahn nehmen. Es ist immer sehr schön, wenn die Seilbahn auf der Mitte stehen bleibt und man die ganze Pracht Kölns sieht und den Rhein, wie er sich durch die Stadt schlängelt. Dann würde ich durch den Rheinpark laufen. Da gibt es kleine schöne Ecken und leckere Eisbuden, mit denen man sich im Sommer den Tag versüßen kann. Und dann würde ich von der Rheinpromenade wieder zurück nach Deutz schlendern, damit man auch alle Seiten von Köln sehen kann. Anschließend würde ich eine Kneipen-Tour vorschlagen. Ich würde die Veedels-Kneipen zeigen wollen, in denen der Kölner auf seinem Stuhl sitzt und sein Kölsch trinkt. Auch da, wo die Stammtische sind, wo man richtig das kölsche Lebensgefühl mitbekommt. Also nicht nur zum Kölsch trinken, sondern auch zum Kölsch hören. Et es wie et es, et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jot jejange - eine Tour zeigt, dass der Kölner an sich seine Vergangenheit schätzt, seine Stadt im Ist-Zustand liebt, sich aber auch nicht vor Veränderungen fürchtet.