Köln und Umgebung, rheinische Lebensart und Katholizismus liefern ohne Zweifel die herausragenden mentalgeschichtlichen Wurzeln für Heinrich Bölls literarisches Werk.
Leben und Werk Heinrich Bölls sind eng mit seiner Heimatstadt Köln, dem Rheinland und dem rheinischen Katholizismus verwoben. Neben den explizit auf Köln und das Rheinland bezogenen Sachtexten hat Heinrich Böll auch in seinen Romanen immer wieder Sujets aufgegriffen, die sich unschwer in Köln oder im Rheinland lokalisieren lassen. Heinrich Bölls ambivalentes Verhältnis zur katholischen Kirche kondensiert ebenfalls in seinem Werk. Vor diesem Hintergrund eröffnet die Website drei Perspektiven:
Anhand autobiographischer Zeugnisse und sonstiger Dokumente wird das Verhältnis zwischen Heinrich Böll und seiner rheinischen Heimat deutlich,
die durch Bölls Prosa zu "Schauplätzen der Weltliteratur" gewordenen Orte in Köln und dem Rheinland werden "sichtbar" gemacht und
das Weiterwirken Heinrich Bölls im Köln der Gegenwart wird dargestellt.
Durch diese Fokussierung wird der Blick auf die rheinischen "Schauplätze der Weltliteratur" gelenkt. Die essayistische und reportageartige literarische Spurensuche und Dokumentation nutzen dabei alle medialen Möglichkeiten des Webs: Texte, Fotos, Audios, vertonte Bildergalerien und Videos bilden eine Symbiose und liefern einen faszinierenden Einblick in das Thema, das sich dem Nutzer über mehrere Zugänge erschließt. So kann der Besucher der Site sich sowohl zeitlich (Zeit-Punkte) als auch topographisch (Stadtkarte) und systematisch (Navigation) orientieren. Auch eine Erkundung durch Flanieren ist möglich. In jedem Fall bietet die Website zahlreiche neue Einblicke in das Leben und Werk Heinrich Bölls sowie dessen Weiterwirken in der Gegenwart.
Der systematische Zugang erfolgt über folgende drei Beziehungen:
Böll, der Kölner widmet sich den biographischen Bezügen Heinrich Bölls zu Köln.
In Böll über Köln haben wir Aussagen Bölls über seine Heimatstadt versammelt und in Text und Bild aus heutiger Perspektive kommentiert und interpretiert.
Köln in Böll zeichnet nach, an welchen Stellen Böll in seinem literarischen Werk Sujets aufgegriffen hat, die sich in Köln oder Umgebung lokalisieren lassen, und auf welchen Wegen die mentalgeschichtlichen Wurzeln seines Werks nach Köln weisen.
Selbstverständlich ist diese Website nicht die einzige Repräsentanz von Heinrich Böll im Web und will auch nicht in Konkurrenz zu sonstigen Web-Angeboten treten. Vielmehr bietet sie mit ihrer spezifischen Fragestellung eine Ergänzung zu anderen Websites:

Im BA-Studiengang Online-Redakteur der Fachhochschule Köln werden angehende Online-Redakteure ausgebildet. Auf kommunikations-, medien- und webwissenschaftlicher Grundlage werden die Studierenden in der anwendungsbezogenen Lehre auf das Aufgabenprofil der beruflichen Praxis vorbereitet. Im Kern sind dies Erstellung, Strukturierung und Pflege des Content-Angebots von Websites. Jeweils im vierten Semester setzen die Studierenden im Rahmen des Projektstudiums unter der Betreuung von Lehrenden ein Website-Projekt um. In der Vergangenheit waren dies z.B. die Websites www.koeln-suedstadt.de (ein Informationsgebot zur Kölner Südstadt) oder der Relaunch der Website des Grimme-Instituts www.grimme-institut.de. Das jeweilige Website-Projekt hat im Kontext des Studiums einen hohen Stellenwert. Das Institut für Informationswissenschaft, in dem der Studiengang Online-Redakteur angesiedelt ist, hat seinen Sitz in der Claudiusstr. 1, in der Kölner Südstadt. Studierende und Lehrende befinden sich somit in unmittelbarer räumlicher Nähe zu Heinrich Bölls Lebens- und Wirkungsstätten.
Bei der Umsetzung unserer Idee haben uns zahlreiche Personen und Institutionen unterstützt. Zu nennen sind hier u.a. die "Erbengemeinschaft Heinrich Böll", namentlich René Böll; das Heinrich Böll Archiv, namentlich Viktor Böll, Markus Schäfer und Jochen Schubert; die Heinrich Böll Stiftung; die Heinrich Böll Stiftung NRW, namentlich Hermann Strahl; das Bundeskanzleramt; die Stadt Köln, namentlich Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Dr. Konrad Schmidt-Werthern; die Fachhochschule Köln, das Institut für Informationswissenschaft der FH Köln; der Verlag Kiepenheuer&Witsch; der Westdeutsche Rundfunk; Martin Dorra; Hermann Rheindorf (Kölnprogramm), Martin Hellstern und Peter Gassmann (beide Stella Film); digitale frische und dreambeam.tv.
Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!