(Hölthohne im Brauereikeller): "… ich sage Ihnen, ich habe gebetet: sonst nichts. Das kam wieder hoch: 'Gegrüßet seist du', und 'Vater unser' und sogar 'Unter deinem Schutz und Schirm' – nichts als gebetet. Es war der schlimmste und schwerste von allen Angriffen, die wir je gehabt haben, und es hat genau sechs Stunden und vierundvierzig Minuten gedauert, und manchmal bewegte sich die Decke vom Brauereikeller ein bißchen. Fast wien Zelt im Wind, bebte und bewegte sich – und das alles auf die Stadt, die ja fast schon unbevölkert war, immer drauf und drauf und immer wieder und immer wieder …"
(S. 257, Z. 15–24)

(Grundtsch): "… und verflucht, wie lange dauerte das, bis die Amerikaner endlich von Aachen her bis an den Rhein kamen, das hat doch fast ein halbes Jahr gedauert".
(S. 213; Z. 14–17)
(Pelzer): "… es wurde nicht weniger gestorben, aber die Evakuierung der Stadt wurde nun konsequenter und auch rigoroser durchgeführt. Die Verwundeten wurden schon gar nicht mehr so häufig alle in unsere Stadt gebracht, sondern gleich weg über den Rhein."
(S. 234, Z. 7–11)
(Lotte): "… und als die deutschen Idioten endlich alle weg waren, die haben ja noch am Sechsten Deserteure in der Stadt aufgehängt, bevor sie endlich abzogen und die Brücke hinter sich sprengten. Dann kamen erst die Amerikaner, und wir konnten endlich das Sowjetparadies in den Grüften verlassen und in die Wohnung zurück; aber auch die Amerikaner wurden nicht schlau aus all dem Durcheinander, die waren wohl doch erschrocken darüber, wie die Stadt nun wirklich aussah …."
(S. 264, Z. 15–23)

(Lotte): "Kein Schiff auf dem Rhein, alles noch voller Wracks und die Brücken kaputt – nur ein paar Fähren und die amerikanische Armeebrücke – , manchmal, wissen Sie, denke ich, am besten hätte man gar keine Brücken mehr über den Rhein gebaut und den deutschen Westen endgültig den deutschen Westen sein lassen. Nun, es ist anders gekommen …"
(S. 267, Z. 11–16)
Literarische Bezüge zu Katholizismus und Rheinland.
Mehr >>>
Die Romanschauplätze in der Neustadt Nord.
Mehr >>>
Lenis Arbeits- und Zufluchtsort: der Zentralfriedhof.
Mehr >>>
Der Wandel der Stadt nach dem Krieg.
Mehr >>>
Der Roman aus heutiger Sicht.
Mehr >>>

Am 6. März 1945 gerät die junge Kölnerin Katharina Esser mit einem PKW zwischen die kämpfenden Einheiten. Erstmals äußert sich ihre Schwester zum damaligen Geschehen.
Mehr >>>
Informationen zu Hermann Rheindorf und seiner Arbeit finden Sie unter: