Heinrich Böll: "Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor."
(S. 9)

1954 besuchte Heinrich Böll zum ersten Mal Irland. Er kaufte sich ein Landhaus in Dugort auf Achill Island. Achill Island liegt an der Küste von Mayo und ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Heinrich Böll und seine Familie lebte auf der Insel von Mitte der fünfziger bis in die siebziger Jahre. Das Landhaus in Achill Island wird seit 1992 als Gästehaus für internationale und irische Künstler genutzt.
(Vgl. Heinrich Böll - Leben und Werk. Stadt Köln und Heinrich-Böll-Stiftung Hg., 1995, S. 23)
Das "Irische Tagebuch" entstand nach und nach durch die Eindrücke, die Böll während seiner Irlandaufenthalte sammelte. Verschiedene "Reiseberichte" wurden zu einem Gesamtwerk zusammengefasst. Der erste "Reisebericht" erschien unter der Überschrift "Tagebuch aus Irland" am 24. Dezember 1954 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
(Vgl. u. siehe S. 157)
Heinrich Böll schrieb am 12. Juli 1956 an Johan Caspar Witsch in Bezug auf das Irische Tagebuch folgende Zeilen: "[V]ier neue Stücke habe ich schon geschrieben, sechs werden mindestens noch kommen, und in Köln werde ich mindestens noch sechs weitere schreiben, so daß es doch ein normales Buch werden wird. Ich freue mich sehr über diese Arbeit."
(S. 174)